SHC mit openHAB 3 in die Cloud bringen (myopenHAB und Alexa) Anfängerguide

  • Basisguide mit openHab


    Die ersten Schritte zur Einbindung der Innogy SHC


    Zuerst muss eine Instanz von openHab (in meinem Fall openHAB 3) aufgesetzt werden.

    Je nach System ist das etwas mehr oder weniger Aufwand. In meinem Fall benötige ich lediglich eine Java Installation auf dem Rechner und den aktuellen Download von openhab 3.2.0.

    https://www.openhab.org/download/



    Möchte man z.B. eine Verbindung mit Amazon Alexa oder anderen Diensten herstellen, sind zusätzliche Addons notwendig, welche in dem Ordner Addon abgelegt werden.


    Hat man diese Schritte durchgeführt, kann es auch schon losgehen:

    In einem Terminalfenster starte ich die Java-Instanz von Openhab. Auf dem Mac geht das z.B. indem ich in dem openhab-3.2.0 ein Terminalfenster öffne und ./start.sh eingebe.


    Funktioniert alles, sieht das Fenster danach wie folgt aus:

    Sobald die Instanz läuft, kann ich über einen Browser folgende Seite aufrufen:

    http://localhost:8080/


    Beim ersten Start wir man aufgefordert, ein Administratorpasswort zu erstellen. Ist das getan geht es ans Setup, wo noch das Land und die Position hinterlegt werden. Im letzten Schritt wird man direkt gefragt, welche Add-Ons man installieren möchte. Diesen Schritt können wir vorerst überspringen.


    Nach der Begrüßung in openHAB begeben wir uns erst einmal in die Einstellungen. Unter Ephemeris hinterlegen wir noch schnell unseren Standort, um auch die entsprechenden Feiertage im Zugriff zu haben.


    Nun begeben wir uns an die Bindings, wo wir anfangen unsere SHC mit openHAB zu koppeln.

    Dazu öffnen wir unter den Add-ons die Bindings und blicken unten rechts auf die Suche.

    Im Fenster oben geben wir dann Innogy ein und erhalten das Add-on für die Installation.


    Nach der Installation können wir unter dem Punkt „Things“ unten rechts auf die + Taste klicken und unsere Basis als „Teil“ hinzufügen.

    Bei der ersten Einrichtung müssen wir aber einen Authorisierungscode für unsere SHC abfragen. Dazu kopieren wir den Link unterhalb in einen Browser und schicken ihn ab.


    Aus dem sich dann öffnenden Fenster kopieren wir den Authorisierungscode heraus und fügen ihn in openHAB ein.


    Nachdem wir dann unser „Ding“ erstellt haben, leuchtet kurz ein gelbes „Initializing“ auf um danach auf ein grünes „online“ zu wechseln.


    Nun können wir mit einem erneuten Click auf das + unten links neue Geräte die mit unserer SHC verbunden sind, in openHAB einbinden.

    Dazu wählen wir nach dem + die eingebundene SHC aus klicken auf Scan

    Im besten Fall werden uns jetzt alle gefundenen Geräte aufgelistet.

    Weil ich recht bequem bin, übernehme ich einfach mal alle und finde die Geräte danach in der Inbox meiner Dinge. Aus der Inbox habe ich die Möglichkeit, alle Geräte mit dem vorhandenen Namen zu übernehmen oder jedem Gerät einen neuen Namen zu geben.


    Danach habe ich alle Geräte nun in der Übersicht meiner Dinge.

    Wie man die Geräte nun einem Raum zuweisen kann, wir ziemlich ausführlich in einem Video auf Youtube erklärt:


    Daher gehe ich hier nicht noch einmal darauf ein.


    Wie kann ich jetzt alle Geräte weiterhin von unterwegs steuern.

    Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

    Zum einen wird ein VPN-Tunnel zu der openHAB Instanz in unserem Netzwerk aufgebaut, worüber ich die Steuerung durchführe. Aber das geht auch mit unser lokalen Smarthome-Oberfläche. Was hingegen nicht geht ist die Steuerung von außen z.B. über Alexa.


    Um dies wieder in Gang zu bringen bedienen wir uns der myopenhab.org cloud. Hier müssen wir uns anmelden und 2 Informationen aus unserer openHAB Instanz hinterlegen um die Verbindung zu bestätigen.

    Um an diese Informationen zu kommen müssen wir in unserer openHAB Instanz aber auch noch den openHAB cloud connector installieren. Diesen finden wir über den gleichen Weg wie das Innogy Add-on (Einstellungen - Bindings).


    Nach der Installation dieses Add-ons finden wir in unserem openHab Verzeichnis in dem Ordner „userdata“ ein Textfile welches die UUID beinhaltet und eine Ebene tiefer im Verzeichnis openhabcloud das Textfile welches die „secret“ Information beinhaltet.


    Diese beiden Informationen kopieren wir aus den Files und fügen sie in die Anmeldedaten bei myopenhab.org ein.

    Haben wir alles richtig gemacht, begrüßt uns unsere openHab Cloud mit der Information, dass diese nun online ist.



    Haben wir uns, wie in dem oben verlinkten Video beschrieben, schon ein dashboard mit unseren Geräten angelegt, können wir mittels eines Clicks auf „Click here to access your openHAB’s dashboard“ unsere Geräte sehen und steuern.

    Um nun noch Alexa einbinden zu können, aktivieren wir uns in der Alexa-App den Skill openHAB und verknüpfen ihn mit unseren Anmeldeeinstellungen für die Cloud mit Alexa.


    Damit unsere Geräte jetzt von Alexa gefunden werden, muss ich dieses dafür freischalten. Das mache ich, in dem wir in den Einstellungen unter Model das Gerät auswählen und die Metadata „Alexa“ hinzufügen.

    Nun wechseln wir in unsere Alexa App und wollen das neue Gerät suchen. Dazu öffnen wir die Geräte in der Alexa App, wählen als Gerät Lampe und scrollen nach ganz unten, bis der Hersteller „sonstige“ zu sehen ist.

    Diesen wählen wir aus und lassen das Gerät suchen. Wird die Lampe nicht auf Anhieb gefunden, hat es sich bewährt während der Suche das Gerät zu schalten. Danach vermeldet Alexa, dass ein neues Gerät gefunden wurde.


    Dies können wir nun mit allen Geräten die mit unserer SHC gekoppelt sind durchführen und sind auch für die Zeit nach dem 01.03.2024 gut gerüstet. Auf einen Raspberry Pi mit min 4GB Speicher der dann als autarker Server für die SHC zur Verfügung steht werde ich aber erst umsteigen, wenn die Abschaltung kurz bevor steht.


    Für noch vorhandene Schreibfehler übernehme ich aktuell keine Garantie :)

  • ich habe vor ca 1 Jahr die OH Installation auf meinem Raspberry auf Docker umgestellt.
    Kann ich sehr empfehlen. Releasewechsel von OH sind damit super easy. Da ein moderner PI 4 weit mehr Leistung als für OH notwendig bietet kann man entsprechend mehr damit machen. Ich betreibe da noch 10 weitere docker Container (Zigbee/Deconz, VPN, PIhole, FTP, Plex, ..). Wird irgendwie immer mehr. Da sich die System nicht beeinflussen ist die Pflege wenig aufwendig.
    Docker Images gib es hier https://hub.docker.com/r/openhab/openhab/

  • ich habe vor ca 1 Jahr die OH Installation auf meinem Raspberry auf Docker umgestellt.
    Kann ich sehr empfehlen....

    Moin,

    Das wird bei mir noch etwas dauern, aber ja, mittlerweile bin ich da nicht abgeneigt nur dieses Linux ist für mich "Neuland" :)

    Hast Du da ne gute Anleitung für? ich bin jetzt erstmal happy mit der Beere + openhaspian-Image aber ich will ja auch noch mehr und die Beere langweilt sich mit openHAB alleine schon mächtig... denke irgendwann werde ich raspimatic doch dazu nehmen und iobroker, FHEM usw.. haben alle so ihre Stärken...

    zur Zeit bastle ich erstmal an der Optik (Layer) aber möchte das nicht aus den Augen verlieren


    LG Manuel

  • ich habe auf einem nackten Debian aufgesetzt. Dann kamen auf dem raspberry immer mehr Applikationen dazu und updates wurden damit zunehmen riskant.

    Zur Installation habe mich hier orientiert https://hub.docker.com/r/openhab/openhab/

    Wenn man dann verstanden hat wozu Volumes gut sind und wie man noch an die Karaf Konsole kommt ist eigentlich alles geklärt. Wie bereits geschrieben: Updates oder zusätzliche Applikationen sind dann ein Klacks. Mittlerweile liegt mein Raspberry im Schrank und ein HP 800G1 I5-4570s USDT macht den Job. da kann man 3 SATA Platten reinbasteln. Wegen Docker war der Umzug von Raspberry zum PC ein Klacks obwohl hier auch der Prozessor gewechselt wurde (ARM zu AMD64).

  • ....Debian aufgesetzt....Karaf Konsole....Raspberry im Schrank.....

    OK dann doch eher ein Projekt für in 10 Jahren mein Zeitmanagement gibt das derzeit nicht her🙈 vlt. komme ich bis dahin an den böhmischen Dörfern beruflich vorbei aber solange hier noch ein Kind rum krabbelt wird das nix... der Bogen ist schon zum Zerreißen gespannt und das LSH mit openHAB ist schon ein Tropfen, der Molekülweise ins Fass gegeben werden muss🙈

    Aber danke für die Antworten


    LG Manuel

  • Kannst Du gern machen.

  • Moinsen 🤗

    Vielen Dank für die tollen Beiträge, wenn ich auch nur recht wenig davon verstanden habe 🫣


    Die Einrichtung der OpenHab scheint ja doch nicht so einfach zu sein, wie anfangs gedacht 🤔😏


    Benötige ich dafür denn unbedingt einen PC oder geht das Ganze nicht auch über iPADs mit einer App?


    Gruß

    Frank

  • Hallo Frank,


    Du benötigst eine Hardware vor Ort, das kann ein PC sein, ein Raspberry Pi (oder was vergleichbares) oder ein Server, der dort sowieso schon läuft.

    Das ist leider so.


    Wenn Du die Bedienung selber meinst, dann geht sowohl die Einrichtung auf nem Pi, wie auch die Visualisierung natürlich hinterher per Handy-App oder auf dem Tablet (und auch per myopenhab-cloud aus der Ferne)

    Ich selbst mach das alles zu 98,5% am Handy nur die SD löschen und bestimmte File-Transfers ist da nicht so nice😉


    LG Manuel

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